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Allgemein & Viszeralchirurgie

Herzlich willkommen!

Haben auch Sie gesundheitliche Beschwerden im Bereich Allgemein- und Viszeralchirurgie? Als Chefarzt stehe ich Ihnen mit meinem kompetenten und erfahrenen Team bei allen Fragen gerne zur Seite. In unserer Viszeralchirurgischen Klinik im Krankenhaus Damme werden jedes Jahr zahlreiche Patienten mit den verschiedensten spezifischen Erkrankungen behandelt und täglich notwendige Operationen durchgeführt.

Unsere Patienten profitieren dabei nicht nur von dem hohen medizinischen Know-how des gesamten Teams, sondern auch von einer modernen Ausstattung, die neuesten Standards entspricht. Schließlich möchten wir, dass es Ihnen schnell wieder gut geht.

Ihr Chefarzt Gustav Peters

Behandlungsspektrum

Die Viszeralchirurgische Klinik pflegt eine enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen der anderen Fachabteilungen und mit den Kooperationspartnern. Regelmäßige Fortbildungen der Ärzte und Mitarbeiter und die Verwendung modernster Methoden ist bei uns selbstverständlich, um optimale Ergebnisse für unsere Patienten zu erzielen. Alle Therapiemöglichkeiten werden vor Ort oder in der Nähe von uns angeboten, sodass unsere Patienten und ihre Angehörigen in der vertrauten Umgebung bleiben können, was besonders für Tumorpatienten von Bedeutung ist.

Die Operationen in der Viszeralchirurgischen Klinik werden sowohl laparoskopisch (mit der Schlüssellochtechnik), als auch konventionell (mit einem Hautschnitt) durchgeführt. Bei jedem Patienten wird individuell entschieden, welche Methode für ihn die beste ist.

Die Qualitätsstandards der Viszeralchirurgischen Klinik
Alle Operationen in der Klinik werden nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie durchgeführt. Die Standards der Klinik zur operativen Behandlung des Darmkrebses richten sich nach den Vorgaben des Westdeutschen Darmzentrums. Im bundesweiten Vergleich schneidet die Klinik dabei hervorragend ab. Die Viszeralchirurgische Klinik ist als Ausbildungseinrichtung für Viszeralchirurgen durch die Ärztekammer Niedersachsen anerkannt.

Minimal-Invasive Chirurgie (MIC)
Bei der minimal-invasiven Chirurgie, auch Laparoskopische Chirurgie oder Schlüssellochchirurgie genannt, wird eine Operation mittels einer (Bauch-)Spiegelung durchgeführt:
Nach einer Vollnarkose des Patienten führen die Chirurgen über kurze Hautschnitte kleine Instrumente in den Bauchraum oder das Becken ein. Das Operationsfeld vor Ort kann nun über eine Kamera mit einer bis zu zehnfachen Vergrößerung am Bildschirm überblickt werden. Die zur Operation benötigten Instrumente werden in einer künstlich geschaffenen Höhle während des Eingriffes frei bewegt.

Vorteile für die Patienten
Diese Methode hat erhebliche Vorteile für die Patienten. Während der Operation ist der Blutverlust gering. Nach der Operation treten weniger Schmerzen auf. Die Patienten erholen sich rascher und sind schneller wieder mobil. Wundinfektionen und Narbenbrüche entstehen seltener. Auch unter ästhetischen Gesichtspunkten ist diese Operationstechnik mit den nur kleinen Einstichlöchern dem großen Schnitt vorzuziehen.

Die minimal-invasive Chirurgie wird in unserer Klinik bei Gallenblasenentfernungen fast standardmäßig angewendet, sie kommt außerdem bei Operationen an der Speiseröhre, der Lunge, dem Magen, dem Blinddarm, dem Dünn-und Dickdarm, der Milz und bei Leisten- bzw. Narbenbrüchen zum Einsatz. Insgesamt werden ca. 70% der Eingriffe minimal-invasiv ausgeführt. Die Wahl des Operationsverfahrens, also minimal-invasiv oder konventionell über einen Schnitt, treffen wir immer individuell - zum Wohl unserer Patienten.

Fast-Track-Behandlung in der Viszeralchirurgischen Klinik
Um eine optimale und schnelle Genesung des Patienten zu erreichen, setzen wir die sogenannte Fast-Track-Behandlung ein. Die Fast Track Behandlung ist eine Ende der neunziger Jahre in Kopenhagen entwickelte Therapieform. Sie kommt im Vorfeld, während und nach einer Operation zur Anwendung und fördert die schnelle Genesung der Patienten (fast track= ,,schnelle Schiene“). Sie setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:
Bis zu sechs Stunden vor der Operation dürfen die Patienten noch essen und trinken und noch bis zu zwei Stunden vorher Tee zu sich nehmen. Eine Darmspülung ist oft nicht notwendig.
Zusätzlich zur Vollnarkose erhalten unsere Patienten einen rückenmarksnahen Periduralkatheder, über den während und nach der Operation schmerzstillende Medikamente verabreicht werden. Erfahrungsgemäß werden sehr viel weniger schmerzstillende Medikamente benötigt. Am dritten oder vierten Tag sind in der Regel keine Infusionen mehr nötig. Die gefürchteten Darmlähmungen nach Operationen treten sehr viel weniger auf.
Bereits vier Stunden nach dem Eingriff erhalten die Patienten etwas zu trinken und leichte Kost wie Joghurt. Nach sechs Stunden dürfen die Patienten mit Hilfestellung ein paar Schritte gehen und sich in einen Sessel setzen. Ein gezieltes physiotherapeutisches Aufbauprogramm beginnt dann am Folgetag. Wegen der offensichtlichen Beschleunigung der Heilung kommt die Fast-Track-Methode bei vielen Eingriffen zum Einsatz. Besonders bewährt hat sie sich bei Operationen Magens und des Dünn – und Dickdarmes. In Kombination mit der minimal-invasiven Operationsmethode (Schlüssellochchirurgie) werden die Vorteile der Fast-Track-Methode noch verstärkt: Wundinfektionen, Thrombosen und Lungenembolien sowie Entzündungen werden durch sie deutlich minimiert.

Die Schilddrüse liegt im Hals unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre. Sie ist eine Hormondrüse mit der Funktion der Jodspeicherung  einerseits und der Bildung von Hormonen andererseits.

Von der Schilddrüse geht eine Vielzahl von Erkrankungen aus, die auch zu Störungen des Hormonstoffwechsels führen und eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse auslösen können.
Ein Kropf (Struma) oder Knoten entsteht häufig durch Jodmangel. Deutschland zählte lange zu den Jodmangelgebieten, da dieses wichtige Spurenelement bei der letzten Eiszeit mit dem Schmelzwasser aus dem Boden gelöst wurde.

Die Chirurgie der Schilddrüse umfasst die Behandlung der gutartigen ( Kropf, einzelne Knoten) und der bösartigen Vergrößerungen (Krebs) der Schilddrüse.
Die Operation erfolgt über einen quer verlaufenden Schnitt, etwa fingerbreit oberhalb des Gelenkes zwischen Brustbein und Schlüsselbein. Die Größe des Schnittes hängt von der Größe des zu entfernenden Schilddrüsenanteiles ab. Während der Operation wird der Stimmbandnerv regelmäßig überwacht. Der stationäre Aufenthalt dauert drei Tage.

Gutartige Knoten der Schilddrüse
Die gutartigen Knoten der Schilddrüse stellen eine häufige Erkrankung dar. Wenn die konservative Therapie in Form von Medikamenten oder einer Radiojod- Therapie versagt, kann bei einer Größenzunahme  die Indikation zur operativen Behandlung bestehen.

Bösartige Knoten der Schilddrüse
Liegt der Verdacht einer bösartigen Knotenbildung vor, sollte eine operative Therapie  erfolgen, um eine vollständige Heilung zu erreichen.  In der Regel muss anschließend noch eine Radio-Jod- Therapie folgen.

Knoten der Nebenschilddrüse
Die Nebenschilddrüsen produzieren ein Hormon, welches den Kalziumhaushalt steuert. Hat sich ein Knoten in der Nebenschilddrüse gebildet, können vermehrt Hormone produziert werden, was oft  die Bildung von Nierensteinen zur Folge hat. In diesem Fall muss dieser Knoten in einem ähnlichen Operationsverfahren wie bei der Schilddrüsenoperation entfernt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Schilddrüsenzentrums: 
Schilddrüsenzentrum – Krankenhaus St. Elisabeth Damme

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein Muskelschlauch von 25-30 cm Länge, durch den zerkaute Nahrung und Getränke in den Magen gelangen.

 

Die Refluxerkrankung, eine gutartige Erkrankung der Speiseröhre
Zu den gutartigen Erkrankungen der Speiseröhre zählt  die  Refluxkrankheit, das ist der Rückfluss (Reflux) von aggressivem Mageninhalt oder auch Zwölffingerdarminhalt (Duodenum) in die Speiseröhre, verursacht vor allem durch einen unzureichenden Verschluss der Speiseröhre durch den unteren Schließmuskel.
Die Refluxerkrankung sollte auf jeden Fall behandelt werden, da sich die Speiseröhre entzünden kann, sich im schlimmsten Fall langfristig Krebs bilden kann. In vielen Fällen sind dauerhaft Säureblocker hilfreich. Beim Auftreten von Nebenwirkungen dieser Säureblocker oder, wenn die Wirkung der Säureblocker nicht ausreicht, ist die Indikation zur chirurgischen Behandlung gegeben. Wir wenden in unserer Klinik nur die laparoskopische Antirefluxchirurgie  (=Operative Behandlung des zu schwachen Verschlussmechanismus des Übergangs von Speiseröhre zum Magen) an.

Bösartige Tumore der Speiseröhre
Bei den bösartigen Tumoren der Speiseröhre unterscheidet man zwischen dem Plattenepithelkarzinom, das oft eine Ursache in einer toxischen Schädigung hat (Alkohol- und Nikotinmissbrauch) und dem Adenokarzinom, bei dem durch einen jahrelangen Reflux  mit Speiseröhrenentzündung Zellen bösartig entarten.

Diese bösartigen Tumore an der Speiseröhre werden mit einem ,,Zwei-Höhlen-Eingriff" entfernt. Dabei werden der Bauchraum und der Brustkorb gleichzeitig eröffnet. Die Speiseröhre wird bei diesem Eingriff durch einen Magenschlauch oder ein Dickdarmstück ersetzt.

Der Magen ist ein muskuläres Hohlorgan, was den Speisebrei nach der Speiseröhrenpassage aufnimmt, mit einem Volumen von 1.5 Litern. Er bildet Salzsäure, die dem Speisebrei zur Zersetzung beigemengt wird, anschließend erfolgt die Abgabe durch die Magenpforte in den Zwölffingerdarm.

Auf dem Gebiet der Magenchirurgie arbeiten wir eng mit der Gastroenterologie zusammen, wo die Funktionsstörungen endoskopisch untersucht, klassifiziert und die Fälle therapiert werden, die ohne Operation zu heilen sind. Chirurgische Eingriffe am Magen erfolgen bei:

Magengeschwür
Gewisse Komplikationen des Magengeschwüres machen eine chirurgische Behandlung erforderlich. Hierzu zählt die Perforation (Durchbruch) eines Magengeschwüres oder eine Magenblutung, die endoskopisch nicht zu stoppen ist.

Gutartige Tumore des Magens
Gutartige Tumore werden in der Regel bei gleichzeitiger Magenspiegelung entfernt, um den Patienten nicht allzu sehr zu belasten.

Bösartige Tumore des Magens
Bei einem Verdacht des Vorliegens eines bösartigen Tumors erfolgt zunächst eine endoskopische Untersuchung, bei der eine Gewebeprobe entnommen werden kann, um den Tumor nachzuweisen.

Wird ein Magenkarzinom diagnostiziert, verschafft man sich Klarheit über die Größe und Ausdehnung und über das Vorhandensein von Metastasen (Tochtergeschwülsten). Im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz wird an Hand der Befunde festgelegt , ob eine Vorbehandlung in Form einer Chemotherapie erfolgen kann, um den Tumor zu verkleinern. Die Entscheidung wird nach genauen Leitlinien gefällt, für jeden Patienten wird die bestmögliche Therapie gewählt.

Die teilweise oder komplette Entfernung des Magens (Gastrektomie) und die systematische Entfernung des den Tumor umgebenden Gewebes zusammen mit eventuell betroffenen Lymphknoten verschaffen dem Patienten gute Heilungsaussichten. In vielen Fällen kann eine langfristige Heilung erreicht werden.

Sollte eine totale Magenentfernung notwendig gewesen sein, kann auch nach diesem Eingriff wieder eine gute Lebensqualität erreicht werden, denn der Magen wird bei der Operation durch Dünndarm ersetzt.

Die Dünn-, Dickdarm- und Enddarmchirurgie ist ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Klinik. Eine große Zahl an Patienten mit entsprechenden Beschwerden kommt deswegen jährlich zu uns in die Sprechstunde. Chefarzt Gustav Peters hat eine Zusatzbezeichnung als Proktologe, das heißt, er hat bei der Ärztekammer eine Prüfung aufgrund ihrer operativen Erfahrung und ihres Fachwissens erfolgreich abgelegt.

Viele Patienten wissen gar nicht, was für ein komplexes Organ der Darm ist. Er ist der wichtigste Teil des Verdauungstraktes und reicht vom Magenpförtner bis zum After. Seine Länge beträgt bei einem erwachsenen Menschen acht Meter. Er unterteilt sich in den Dünndarm, den Dickdarm, den Mastdarm und den Enddarm (After). Der Dickdarm ist von Millionen von Mikroorganismen besiedelt, meist Bakterien, die zusammen die sogenannte Darmflora bilden.

So komplex der Darm mit seinen vielen Abschnitten ist, so komplex sind auch die ihn betreffenden Erkrankungen:

  • Dünndarm
    Darmverschluss durch Verwachsungen
    Dünndarmdivertikel
    Dünndarmblutungen
  • Dickdarm
    Divertikelerkrankung
    Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom)
    Chronisch entzündliche Darmerkrankungen  (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) *
    Dickdarmentleerungsstörung (Verstopfung)
    Wurmfortsatzentzündung (Appendizitis)
  • Mastdarm
    Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom)
    Chronisch entzündliche Darmerkrankungen  (Colitis  ulcerosa, Morbus Crohn) *
    Stuhlentleerungsstörung Verstopfung (Opstipation)
    Stuhlentleerungsstörung Inkontinenz
    Darmvorfall (Prolaps)
  • Enddarm (After)
    Hämorrhoidalleiden
    Abszesse und Fisteln
    Inkontinenz

Divertikelerkrankung

Die Divertikulose  ist heutzutage eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten. Divertikel, das sind Ausstülpungen der Schleimhaut in der Darmwand, entstehen durch altersbedingte Darmwandveränderungen, einen erhöhten Druck im Darm (Verstopfung) und auch durch eine  ballaststoff- und faserarme Ernährung.  Treten Beschwerden in Form von Schmerzen im linken Unterbauch auf,  haben sich meist ein oder mehrere Divertikel entzündet (Divertikulitis).

Handelt es sich um eine kleinere Entzündung, kann diese mit Antibiotika behandelt werden. Tritt diese Entzündung immer wieder auf, muss der betreffende, Divertikel tragende Darmabschnitt entfernt werden. Liegt gar ein Darmdurchbruch vor oder erfolgt eine starke Blutung, muss schnellst möglich operiert werden. Dieser Eingriff  erfolgt in der Regel  minimal-invasiv (Schlüssellochtechnik).

Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom)

Dickdarmkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen. Die Entstehung von Darmkrebs geht bei 20-30% der Fälle auf genetische Ursachen (familiäre Vorbelastung) zurück. Weitere Einflussfaktoren sind das Lebensalter, Ernährungsgewohnheiten (ballaststoffarme Ernährung, Alkohol im Übermaß, Fleischkonsum im Übermaß) und Lebensgewohnheiten (Rauchen,  Bewegungsmangel). Empfehlenswert ist ab dem 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung, die alle paar Jahre wiederholt werden sollte.

Beim Kolonkarzinom handelt es sich um ein bösartiges Geschwulst  des Dickdarmes. In der Regel erfolgt primär die operative Entfernung des vom Tumor betroffenen Darmabschnitts mit den zugehörigen Lymphknotenabschnitten. Dieser Eingriff erfolgt konventionell oder minimal-invasiv  (Schlüssellochchirurgie).Heutzutage ist nur noch manchmal bei Notfalleingriffen und bei einem Darmverschluss die Anlage eines künstlichen Darmausganges (Anus praeter) notwendig. Die an die Operation anschließende Therapie (evtl. Chemotherapie) wird interdisziplinär in der Tumorkonferenz festgelegt und richtet sich nach dem Befund der Gewebeprobe, die bei der Operation entnommen wurde.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn zählen zu den chronischen Erkrankungen, die über einen langen Zeitraum verlaufen. Die Krankheiten verlaufen in Schüben, das heißt, beschwerdefreie Phasen und Krankheitsschübe wechseln sich ab. Beide Krankheiten werden medikamentös von den Gastroenterologen behandelt, es treten aber immer wieder akute und chronische Komplikationen auf, die eine chirurgische Behandlung nötig machen. Dies ist der Fall, wenn die medikamentöse Behandlung nicht anspricht, oder beim Auftreten von nicht beherrschbaren Blutungen, der Bildung von Abszessen und Fisteln sowie bei einem Darmverschluss oder einer Blutvergiftung. Bei der Colitis ulcerosa auch noch in dem Fall, das ein Krebs nachgewiesen ist oder Krebsgefahr besteht.

In der Visceralchirurgischen Klinik steht das gesamte  Spektrum an operativen Maßnahmen und ein hohes Maß an Erfahrung  zur Behandlung  dieser beiden chronischen Krankheiten zur Verfügung. Mit  den Gastroenterologen wird eng zusammengearbeitet, um optimale Ergebnisse für unsere Patienten zu erzielen.

Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom)

Beim Rektumkarzinom handelt es sich um ein bösartiges Geschwulst des Mastdarmes. Bei  der Behandlung dieser Krebsart haben sich in den letzten Jahren erhebliche Veränderungen durch die Einführung neuer Operationstechniken ergeben, die die chirurgischen Ergebnisse erheblich verbessert haben. Eine dieser neuen Techniken ist die Totale Mesorektale Excision (TME), bei der der gesamte, den Mastdarm umgebende Fettkörper mit entfernt wird. Tief sitzende Tumore können besser erreicht werden, der Blutverlust bei dieser Methode ist insgesamt geringer. Ein wesentlicher Aspekt ist die Schonung der Blasen-  und Sexualfunktion der operierten Patienten, sowie die Tatsache, dass nur in seltenen Fällen ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter) angelegt werden muss, da in der Regel der Schließmuskel verbleiben kann.

Kleinere Tumore ohne Lymphknotenmetastasen werden in der Regel ohne Vorbehandlung operiert. Größerer Tumore und solche mit Lymphknotenbefall werden mit einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie vorbehandelt, um den Tumor mit dem Ziel  zu verkleinern, schließmuskelerhaltend operieren zu können. Die Vorgehensweise wird in der interdisziplinären Tumorkonferenz festgelegt.

Liegt ein höheres Tumorstadium vor, müssen vor der Operation eine Bestrahlung und eine Chemotherapie erfolgen. Oft kann so eine vollständige Heilung vom Krebs erreicht werden. Wird der Patient vorbestrahlt, muss jedoch ein künstlicher Darmausgang bis zur Heilung der Darmnaht angelegt werden.

Stuhlentleerungsstörung Verstopfung (Opstipation)

Die Unfähigkeit, den Stuhlgang  zu entleeren, ist eine den Patienten sehr quälende Erkrankung, die aber durch einen erfahrenen Proktologen deutlich gebessert werden kann. In der Regel helfen schon Medikamente. Mechanische Hindernisse, wie ein Darmvorfall in die Scheide (Rektozele), ein Darmvorfall über den After (Prolaps) oder eine Enddarmenge, bedürfen jedoch der operativen Therapie.

Stuhlentleerungsstörung Inkontinenz

Die Unfähigkeit, den Stuhlgang zu halten (Inkontinenz), belastet den Patienten sehr. Neben den konservativen Therapieansätzen (Medikamente, Bio-Feedback-Training) kann oft durch einen operativen Eingriff geholfen werden: Durch Einsetzen eines analen Schrittmachers, der über die Rückenmarknerven des Kreuzbeines den Beckenboden stimuliert, kann bei 70% der Patienten eine Besserung der Beschwerden erreicht werden.

Dieses Verfahren wird in der Viszeralchirurgischen Klinik seit Jahren erfolgreich angewendet.

Hämorrhoidalleiden

Hämorrhoiden sind arterielle Blutschwämme, die den vollständigen Verschluss des Afters gewährleisten. Erst die Hämorrhoidalvergrößerung bewirkt das Hämorrhoidalleiden.

Ursachen für eine Hämorrhoidalvergrößerung sind eine ballaststoffarme Ernährung, Stuhlunregelmäßigkeiten  und ein zu langer Aufenthalt auf der Toilette (mehr als fünf Minuten).

Eine Hämorrhoidalvergrößerung ersten Grades äußert sich durch einen Juckreiz, zweiten Grades durch Blutungen und dritten Grades durch Schmerzen.

Die Therapie erfolgt nach den Stadien des Hämorrhoidalleidens und der Hämorrhoidenvergrößerung:

im Stadium I: ballaststoffreiche Kost Stuhlregulierung, ggf. Verödung der Hämorrhoiden

im Stadium II: Maßnahmen wie in Stadium I, zusätzlich Gummibandunterbindung Segmentale Verkleinerung einer Hämorrhoide (OP nach Milligan Morgan) bei zirkulärem Befall Verkleinerung der Hämorrhoiden  mit dem Klammernahtgerät (OP nach Longo)

Im Stadium III: Behandlung wie in Stadium II, aber, da oft eine Thrombose in den Hämorrhoiden vorliegt, wird eine dringliche Operation notwendig.

Abszesse und Fisteln

Der Analabszess und die Analfistel  sind die gleiche entzündliche Erkrankung, nur mit dem Unterschied, dass der Abszess akut auftritt und die Fistel chronisch ist.

Die Entzündung entsteht ausgehend von den schleimbildenden Drüsen des Afters und erstreckt sich bis zum Fettgewebe der Analregion.

Die Therapie umfasst die komplette Entfernung des Eiters und die Entfernung des abgestorbenen und des entzündlichen Abszessmaterials. Fisteln werden, wenn sie tief verlaufen, in mehreren Sitzungen operiert, um den Schließmuskel zu schonen.

Leberchirurgie

Die Leber ist mit ihren durchschnittlich 1500 Gramm Gewicht das größte und zentrale Stoffwechselorgan des Menschen. Die Hauptaufgabe ist die der Entgiftung von körpereigenen, medikamentösen und zugeführten Giftstoffen (Alkohol!), die Bildung der meisten Bluteiweiße, die Umwandlung und Freisetzung von Zuckern und Fetten über die Pfortader, die Bildung von Gallenflüssigkeit und die Synthese von Ausgangsprodukten für die Hormonproduktion.

Die Leber besitzt eine überdurchschnittliche Regenerationsfähigkeit, was bedeutet, dass sie nach einer Verletzung oder einer operativen Teilentfernung nachwachsen kann. Diese Fähigkeit zur Gewebeerneuerung  machen sich die Ärzte auch im Vorfeld von Operationen zum Gewebeaufbau zunutze, um Operationen überhaupt zu ermöglichen.

In der Leber können sich sowohl gutartige als auch bösartige Tumore (Karzinome) entwickeln:

Gutartige Tumore der Leber
Gutartige Tumore der Leber bleiben in der Regel  unentdeckt. Sie sind harmlos und müssen nicht behandelt werden. Stellen sich aber Symptome wie Völlegefühl oder Oberbauchbeschwerden ein, wenn sie stark gewachsen sind, müssen sie operativ behandelt werden. Dies geschieht nach Möglichkeit minimal-invasiv (Schlüssellochchirurgie). Die gängigsten gutartigen Tumore sind  Leberzysten und Hämangiome (Blutschwämme).

Bösartige Tumore der Leber
Lebertumore werden als primär bezeichnet, wenn sie aus den direkt in der Leber ansässigen Zellen entstehen, und sekundär, wenn in der Leber Tochtergeschwulste (Metastasen) von Tumoren auftreten, die an anderer Stelle im Körper lokalisiert worden sind.
Diese  Ausgangstumore liegen am häufigsten im Magen- und Darmtrakt und da kolorektale Karzinome (aus dem Dickdarm und Mastdarm) die zweithäufigste Krebsart in Deutschland bilden, ist die Zahl der Tochtergeschwulste (Metastasen) in der Leber dementsprechend hoch!

Die bestmögliche Behandlungsform von Lebertumoren ist die Operation. Die Entfernung der kranken Gewebeteile verbessert die Überlebenschancen der Patienten. Die Operationen können im Vergleich von vor zwanzig Jahren durch den Einsatz von modernsten Instrumenten erfolgreich und sicher durchgeführt werden. Dazu  gehört auch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit an unserer Klinik mit anderen Fachdisziplinen (Gastroenterologen, Radiologen und Strahlentherapeuten, Onkologen). Manche Tumore, die zunächst inoperabel erscheinen, können nach einer entsprechenden  Vorbehandlung durch die Kollegen noch mit Erfolg operiert werden.

Gallenblasen -und Gallenwegchirurgie

Die Gallenblase liegt am Unterrand der Leber und dient als Speicherplatz für die in der Leber produzierte Galle. Bei  der Nahrungsaufnahme entleert sich die Gallenblase in den Zwölffingerdarm, um die Aufnahme der Fette durch die Gallensäuren zu erleichtern. Neben diesen Säuren gibt es auch gelöste Substanzen wie Calcium,  Bilirubin und Cholesterin in der Galle, zwischen denen eine Balance herrschen muss. Die Haupterkrankungen der Galle sind

  • Gallensteine
  • Gallengangsteine
  • Gallenblasentumore

Gallensteine
Ist diese Balance gestört, sind Gallensteine eine häufige Folge. Stören die Gallensteine den Fluss der Gallenflüssigkeit, kann es zu Koliken und Entzündungen der Gallenblase, der Leber und der Bauchspeicheldrüse kommen. Als typische Beschwerden treten Schmerzen im rechten Oberbauch auf, es besteht oft eine Fettunverträglichkeit in Form von Aufstoßen, Völlegefühl  bis hin zu Koliken, die sich in krampfartigen Schmerzen im Oberbauch mit Ausstrahlung in das rechte Schulterblatt und den Rücken äußern. Spätestens wenn Gallensteine vorliegen und die ersten Koliken auftreten, sollte die Gallenblase entfernt werden.

Die Entfernung  der Gallenblase (Cholezystektomie) ist eine der häufigsten Operationen in der Viszeralchirurgie.  Sie wird in der Regel  laparoskopisch (Schlüssellochchirurgie) durchgeführt, nur bei schwersten Entzündungen oder mehrfachen Operationen im Oberbauch muss die Operation konventionell durchgeführt werden.

Gallengangsteine
Sind die Gallensteine schon im Gallengang, muss in der Regel vor einer Gallenblasenentfernung der Gallengangstein vom Gastroenterologen über eine Art Magen - und Zwölffingerdarmspiegelung (ERCP) geborgen werden. Gallengangsteine machen sich oft durch kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch, helle Stühle, eine Dunkelfärbung des Urins und eine Gelbsucht bemerkbar. Bleiben in diesem Bereich Steine stecken, wird sowohl der Gallen- als auch der Bauchspeicheldrüsenabfluss verhindert, was oft zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) führt. Sind die Steine erfolgreich entfernt, muss die Entfernung der Gallenblase als Zentrum der Steinentstehung erfolgen.

Gallenblasentumore
Tumore in der Gallenblase bleiben in der Regel unerkannt, bis sie Beschwerden machen. Diese sind Gewichtsabnahme, Gelbsucht, Durchfall und Oberbauchschmerzen. Tauchen diese Symptome auf, sind sie allerdings auch schon in einem fortgeschrittenen Stadium.  Gallenblasentumore werden ansonsten häufig per Zufall entdeckt, sei es durch eine Ultraschalluntersuchung der Galle aus anderen Gründen oder nach einer Entfernung von Gallensteinen, wenn der Pathologe in der bei der Operation entnommenen Gewebeprobe bösartige Tumorzellen entdeckt.

Gutartige Gallenblasentumore
Gutartige Tumore der Gallenblase sind selten. Haben sie einen  geringen Durchmesser von unter einem Zentimeter, besteht ein geringes Entartungsrisiko und sie werden lediglich ca. alle sechs Monate per Ultraschall auf Größenwachstum kontrolliert. Ab der Größe von einem Zentimeter und bei Größenwachstum werden sie operiert, da sich aus ihnen bösartige Tumore bilden können.

Bösartige Gallenblasentumore
Bei bösartigen Tumoren ist eine Operation unabdingbar. Hierbei wird die Gallenblase, die angrenzende Leber (=das Gallenblasenbett) und das Lymphgewebe im Bereich des Gallenganges entfernt.

Bauchspeicheldrüsenchirurgie (Pankreaschirurgie)

Die Bauchspeicheldrüse liegt hinter dem Magen. Sie produziert Verdauungssäfte. In der Drüse befinden sich außerdem kleine Zellnester, welche das lebenswichtige Insulin produzieren.

Zu den Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zählen:

  • Akute Bauchspeicheldüsenentzündung (Akute Pankreatitis)
  • Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Chronische Pankreatitis)
  • Tumore der Bauchspeicheldrüse

Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
Eine ansonsten gesunde Bauchspeicheldrüse kann sich plötzlich entzünden. In diesem Fall  werden Infusionen und Schmerzmittel verabreicht, um eine Heilung zu erzielen. In seltenen Fällen kann es aber durch die in der Bauchspeicheldrüse produzierten Verdauungsenzyme zu einem Absterben (Nekrose) von Gewebe kommen. Sollte sich die Nekrose infizieren, kann die Indikation zu einer operativen Entfernung gegeben sein. Die Indikation zu einer Operation ist ebenfalls gegeben, wenn sich die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung auf Steine im Gallengangsystem zurückführen lässt. In einem zweiten Schritt wird dann die Gallenblase entfernt, um ein erneutes Auftreten der Krankheit zu verhindern.

Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung kann sich unter Umständen aus einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung entwickeln, wenn deren Auslöser nicht beseitigt wurde. Die Patienten leiden unter starken Schmerzen, die zunächst erst einmal konservativ therapiert werden.
Sollte dies nicht greifen, wird mit operativen Verfahren die Wiederherstellung des Sekretabflusses und der Schmerzfreiheit erreicht. Dabei wird versucht, möglichst viel von der Bauchspeicheldrüse zu erhalten.

Tumore der Bauchspeicheldrüse
Beim Auftreten einer schmerzlosen Gelbsucht (Ikterus), ohne dass als Ursache eine Leberentzündung (Hepatitis) in Frage kommt, muss ein Tumor der Bauchspeicheldrüse in Betracht gezogen werden. Zusammen mit den Gastroenterologen,  Onkologen, Radiologen und  Strahlentherapeuten wird über den Nutzen einer Strahlen- oder Chemotherapie zur Verbesserung der Lebensqualität des Patienten beraten. Die größten Chancen auf eine dauerhafte Heilung  entstehen durch die operative Entfernung  (Resektion) des Tumors und der angrenzenden Organe.

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter einem hohen Übergewicht, wobei auch immer häufiger Kinder und Jugendliche betroffen sind. Neben einer allgemeinen Beeinträchtigung der Lebensqualität ist vor allem die geringere Lebenserwartung  von bis zu 20 Jahren bedrohlich. Diese hängt eng damit zusammen, dass ein hohes Übergewicht bei schweren Erkrankungen die Prognose verschlechtert und  Folgeerkrankungen verursacht. Dazu zählen Diabetes mellitus Typ II, Bluthochdruck, Depressionen, Herz-Kreislauf-Leiden, Gallensteine, Fettlebererkrankungen und  Karzinome.

Als Maß für das krankhafte Übergewicht gilt der Body-Mass-Index ( BMI = Köpergewicht in kg/ Körpergröße zum Quadrat):
Bis 25kg/m² ist das Körpergewicht normal. Ist der BMI zwischen 25 und 30 angesiedelt, liegt eine Vorstufe zum krankhaften Übergewicht ( Präadipositas) vor. Ab einem BMI von 30 besteht eine Adipositas ersten Grades, ab einem BMI von 35 liegt eine Adipositas zweiten Grades und ab einem BMI von 40 liegt eine Adipositas dritten Grades vor. Diese Stufe, morbide Adipositas genannt, haben in Deutschland über eine Million Menschen.

Zur Einstufung hinzugezogen wird immer mehr aus pathogenetischen Gründen das Fettverteilungsmuster. Hier gilt ein einfaches Maß: Bei Frauen liegt ab 88 cm Taillenumfang eine Adipositas vor, bei Männern bei mehr als 102 cm.

Die chronische Erkrankung Adipositas, und genau so wird sie von der WHO gesehen, kann durch die Chirurgie nicht geheilt werden, aber sie kann durch bestimmte operative Maßnahmen zu einer entscheidenden Gewichtsreduktion beitragen, um so das Krankheitsrisiko einzudämmen, bei einigen  bestehenden Erkrankungen eine Heilung zu bewirken und insgesamt die Lebensqualität zu verbessern.

Die operative Behandlung des krankhaften Übergewichtes wird in unserer Klinik seit 2004 durchgeführt. Seit dem 01. 12. 2011 ist unsere Klinik als Zentrum für Bariatrische und Metabolische Chirurgie zertifiziert.

Die Möglichkeit, das Übergewicht operativ zu behandeln, besteht dann, wenn konservative Therapien wie Diäten oder Sportprogramme versagt haben und eine Adipositas dritten Grades ohne Begleiterkrankung (Diabetes mellitus Typ II, Bluthochdruck, Arthrose, Fettleber) vorliegt oder eine Adipositas zweiten Grades mit Begleiterkrankungen.

Nach umfangreichen Arzt-Patienten-Gesprächen wird das optimale Operationsverfahren individuell festgelegt.

Als Therapieoptionen bieten wir an

  • den Magenballon
  • das Magenband
  • den Schlauchmagen
  • den Magenbypass
  • die biliopancreane Diversion.

Wollen Sie sich über die operative Behandlung der Adipositas näher informieren oder sich einfach austauschen, sind Sie in der Adipositas-Selbsthilfe-Gruppe herzlich eingeladen.
(www.adipositas-lohne.de oder Tel.: 01520/3665441).
Sie trifft sich an jedem ersten Mittwoch im Monat im Ludgerus-Werk in Lohne, Mühlenstr. 2, um 19.30 Uhr. Jeder kann ohne Voranmeldung teilnehmen.

Selbstverständlich können Sie auch einen Termin in unserer Adipositassprechstunde unter
Tel.: 04442/81-350 vereinbaren.

Ein Bauchwandbruch (Hernie) entsteht durch eine Schwachstelle im Bindegewebe oder in den festen Muskelschichten der Bauchwand. Er ist angeboren oder im Laufe des Lebens erworben durch vorangegangene Bauchoperationen, einen erhöhten Druck im Inneren des Bauchraumes, schwere körperliche Arbeit oder starkes Übergewicht, wodurch der Druck auf die Bauchwand entstanden ist. Diese Brüche treten vorwiegend im Bereich der Leiste oder des Nabels auf. Sie lassen sich durch eine leichte Vorwölbung (Bruchpforte) in der Leiste oder am Nabel ertasten oder sind schon sichtbar.

Bauchwandbrüche treten insgesamt sehr häufig auf. Die drei häufigsten Arten sind:

Leistenbruch (Leistenhernie)
Der Leistenbruch macht sich zunächst durch Schwellungen und Missempfindungen in der Leistengegend bemerkbar. Er tritt bei Männern häufiger als bei Frauen auf und ist dort die am meisten durchgeführte allgemeinchirurgische Operation.

Nabelbruch (Nabelhernie)
Der Nabelbruch tritt im Bereich des Bauchnabels auf. Eine Schwangerschaft begünstigt die Entstehung dieser Bruchform.

Narbenbruch
Durch Operationen entstandene Narben in der Bauchwand sind Schwachstellen.  Auch viele Jahre nach dem Eingriff kann dort ein Bruch auftreten.

Diese Brüche verursachen Schmerzen, wenn sich Gewebe oder Organe in den Öffnungen einklemmen. Das Tragen von Bruchbändern und Stützkorsagen bringt für den Betroffenen keinen Nutzen, kann sogar weitere Schäden verursachen und gilt nicht mehr als Therapiemöglichkeit.

Um Einklemmungen zu verhindern, muss die Bruchpforte operativ geschlossen werden.

Die Operationsmethoden unterscheiden sich durch ihren Zugangsweg:
Im konservativen Verfahren wird eine kleinere Bruchstelle, die kleiner als zwei Zentimeter ist, direkt vernäht. Eine ausgedehntere Hernie wird durch ein feines Netz aus gewebtem Kunststoff verschlossen. Bei der in unserer Klinik häufig angewendeten endoskopischen Methode (Schlüssellochchirurgie) wird der Bruch durch die Bauchdecke operiert. Dabei wird mit den eingeführten Instrumenten der Bruchsackinhalt von innen wieder aus dem Bauchwandbruch in den Bauchraum hineingezogen und die Stelle mit einem Kunststoffnetz  verstärkt. Die Wahl der Methode wird nach den individuellen Gegebenheiten des Patienten zu seinem Wohl getroffen

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Hernienzentrums: 
Hernienzentrum – Krankenhaus St. Elisabeth Damme

Mit der Einrichtung einer Wundambulanz in Damme bietet die Viszeralchirurgische Klinik eine besondere Hilfestellung für Patienten mit schlecht heilenden Wunden. Die Ursachen für die Entstehung chronischer Wunden sind vielfältig: Oft sind es Durchblutungsstörungen durch Krampfadern, dem Zustand nach einer Thrombose, einem übermäßigen Druck auf das Gewebe (Dekubitalulcera), Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus) oder übermäßiges Rauchen.

Ein Merkmal dieser chronischen Wunden ist das sehr langsame Ausheilen bis zum Schließen der Wunde. Ein Fünftel der betroffenen Patienten muss gar lernen, dauerhaft mit einer gut versorgten chronischen Wunde zu leben. Dafür ist ein speziell ausgebildeter Arzt notwendig, in unserer Klinik ist es Chefarzt Gustav Peters, der als Phlebologe mit ausgebildeten Wundfachschwestern eine spezielle Wundsprechstunde abhält. Bei der Untersuchung der Wunde und der Analyse der Wundsituation erfolgt auch eine digitale Fotodokumentation, was für die Kontrolle der späteren Behandlung von Bedeutung ist. Weitere Untersuchungen, je nach Lage der Wunde und Verdachtsdiagnose, dienen der Ursachenforschung. Danach wird ein Behandlungsplan für jeden Patienten individuell aufgestellt, der auch bei Wundschmerzen eine Schmerztherapie beinhaltet, den Einsatz moderner Wundauflagen, das Management der häuslichen Wundversorgung durch engen Kontakt mit Pflegediensten und eine eventuelle Ernährungstherapie, wenn ein Zusammenhang zwischen Wunde und Ernährung besteht.

Selbstverständlich können Sie auch einen Termin in unserer Wundsprechstunde unter
Tel.: 05491- 60 252 vereinbaren.

Kooperationspartner Onkologie

Dr. med. Matthias Penke
Franziskusstr. 4
49393 Lohne
(0 44 42) 70 49 19

Dr. med. Reinhold Siegmund / Dr. med. Andrea Sinn
Lindenstr. 10
49401 Damme
(0 54 91) 90 90 80

Kooperationspartner Gastroenterologie

Dr. med. Gregor Heitlage
Hasestr. 8
49593 Bersenbrück
(0 54 39) 25 45

Dr. med. Hubert Wübbolding und Dr. med. Gert Bokelmann
Lindenstr. 10
49401 Damme
(0 54 91) 95 51 00

Kooperationspartner Strahlentherapie

Dr. med. Christian Stallmann
Marienstr. 13
49377 Vechta
(0 44 41) 99 -17 29

Kontakt

Ansprechpartner

Gustav Peters
Chefarzt
Facharzt für Chirurgie,
Zusatzbezeichnung: Phlebologie, Proktologie


Mitglied im:
Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC), Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV), Deutsche Adipositasgesellschaft (DAG), Arbeitsgemeinschaft Adipositaschirurgie, Deutsche Gesellschaft für Wundheilung (DGfW), Gründungsmitglied des Wundzentrums Nord West e.V., Mitglied des Deutschen Schildrüsenzentrums

Kontaktdaten

Krankenhaus St. Elisabeth gGmbH
Lindenstraße 3-7
49401 Damme
(0 54 91) -60 252
Fax (0 54 91) -60 822
chirurgie@remove-this.krankenhaus-damme.de

Sprechstunden

Termine nach telefonischer Vereinbarung.
Tel. im Notfall und außerhalb der Sprechzeiten:
(0 54 91) -60 1

Gustav Peters
Chefarzt
Facharzt für Chirurgie
Zusatzbezeichnung: Phlebologie, Proktologie

Dr. med. Boris Bandowsky
Leitender Oberarzt
Facharzt für Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie
Zusatzbezeichnung: Notfallmedizin

Dr. med. Ioannis Siozos
Oberarzt
Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie

Dr. med. Christoph Sandbrink
Oberarzt
Facharzt für Viszeralchirurgie

Carsten Kubanek
Pflegerische Abteilungsleitung Chirurgie/Orthopädie/Gynäkologie